Die Zukunft beginnt nicht erst morgen
Noch bevor etwas geschieht, entstehen in unserem Kopf Vorstellungen davon, wie es werden könnte.
Wir rechnen mit Schwierigkeiten, malen uns mögliche Gespräche aus oder nehmen innerlich bereits vorweg, dass etwas nicht gelingen wird.
Diese Vorstellungen sind keine sichere Vorhersage. Trotzdem wirken sie schon heute:
Sie beeinflussen, wie wir uns fühlen, worauf wir achten und welche Schritte wir uns zutrauen.
Unsere Gedanken erschaffen nicht einfach die Zukunft. Aber sie beeinflussen, wie wir auf sie zugehen.
Innere Bilder wirken auf unser Handeln
Wer vor einem wichtigen Gespräch innerlich bereits mit Ablehnung rechnet, tritt oft vorsichtiger, angespannter oder zurückhaltender auf.
Wer dagegen nicht nur das Ergebnis betrachtet, sondern sich vorstellt, ruhig und klar zu bleiben, kann derselben Situation anders begegnen.
Dabei geht es nicht darum, sich alles schönzureden oder ein bestimmtes Ergebnis herbeizudenken.
Es geht darum, die eigene Haltung bewusster auszurichten.
Sichtfeld-Praxis: Wie möchtest du der Situation begegnen?
Wähle eine kommende Situation, die dich beschäftigt.
Denke dabei nicht zuerst daran, wie sie ausgehen soll. Richte den Blick darauf, wie du selbst in dieser Situation sein möchtest.
Zum Beispiel:
- ruhig
- klar
- mutig
- offen
- zuversichtlich
- aufmerksam
Stell dir für einen Moment vor, wie du der Situation mit dieser Haltung begegnest.
Nicht perfekt.
Nicht ohne Unsicherheit.
Aber so, dass diese Haltung in deinem Verhalten erkennbar wird.
Ein kleiner Schritt für heute
Überlege anschließend, was du heute bereits tun kannst, um dich auf diese Haltung auszurichten.
Vielleicht bereitest du einen wichtigen Satz vor.
Vielleicht sammelst du Informationen.
Vielleicht nimmst du dir Zeit, deine Gedanken zu ordnen.
Vielleicht erinnerst du dich bewusst daran, wie du auftreten möchtest.
Du kannst nicht vollständig bestimmen, was morgen geschieht.
Aber du kannst heute mitgestalten, wie du morgen darauf zugehst.
Die Zukunft beginnt nicht erst morgen.

